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Buchtipp Jan Philipp Reemtsma IM KELLER

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Heute ist das Thema ein interessantes, aber auch kein schönes Buch. Im Rahmen der 1001 Tage in der ich 101 Sachen mache und mir Bücher aussuche die ich lese ( ca 1 Buch pro Woche ) las ich auch dieses Buch. Jan Philipp Reemtsma im Keller handelt von den 33 Tagen in denen der Autor in der Hand von brutalen Entführern war. Man hielt ihn über einen Monat in einem Keller gefangen, angekettet und nur mit dem notwendigsten Dingen versorgt.- In Isolation. 

Mir fiel das Buch als Taschenbuch in die Hände. Die Geschichte ist die wahre Geschichte der historischen Ereignisse, die als Reemtsma Entführung in die Geschichte eingingen. Zunächst erfahren wir was außerhalb der Mauern des Kellers vor sich ging und die Motivation die hinter dem Schreiben des Buches steht. Der Autor möchte die Intimität zwischen ihm und den Entführern durchbrechen, welche dadurch zu Stande kommt, dass nur er und sie von den Ereignissen in jenem Keller vollständig wissen. Durch diese seine Aufzeichnungen durchbricht er dieses Band zwischen ihnen und nimmt dabei auch seine eigene Geschichte wieder mehr in die Hand. Er stellt sich den schmerzhaften Ereignissen und Erkenntnissen, den Ängsten, dem Stockholm Syndrom und der Einsamkeit in seinem Keller.

Den Schilderungen über die 33 Tage und die dramatischen Stunden in denen die Geldübergabe zu scheitern drohte, schildert er eindringlich, einfühlsam und nachdrücklich. Er geht intensiv auf die verschiedensten Momente und Rituale der Entführung ein. Besonders ergreifend waren die Momente in denen er seine Ängste schilderte, zum Beispiel als man drohte ihm einen Finger abzuschneiden, um den eigenen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Da musste er sich nicht nur mit der Frage befassen welchen Finger es denn treffen werde, sondern sich auch fragen wann.

Das Buch ist nicht für Menschen die zart besaitet sind. Zwar ist die Entführung weitestgehend unblutig abgelaufen, jedoch keinesfalls angenehm und problemlos. Die Zeit im Keller blieb nicht folgenlos und es gab unzählige Stellen wo ich inne hielt und voller Respekt für die Würde des Autors war, mit der er die Zeit im Keller schildert. Auch wenn das Buch 10 Jahre alt ist hat es Nichts von seiner Unglaublichkeit und seiner Intensität eingebüßt. 

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